Archiv der Kategorie: Argentinien

Beträge von der Reise durch Argentinien

Von Rio Gallegos nach Feuerland zur Kolonie der Königspinguine

Von Rio Gallegos geht es über die Magellanstrasse nach Feuerland, wo wir eine Kolonie von Königspinguinen besuchen.

Aufgrund des stürmischen Windes radeln wir nur bis Cerro Sombrero. Von hier geht es mit dem Auto zur Kolonie der Königspinguine.

Und jetzt geht es Richtung Norden – mit dem Bus nach Punto Arenas und Puerto Natales. Von dort fahren wir mit einer Fähre nach Puerto Montt, dem Beginn der Carretera Austral. Von Puerto Montt aus werden. wir aber noch für ca 2 1/2 Wochen die Insel Chiloe erkunden, bevor wir die Heimreise antreten 😢

Wir werden berichten.

Umgebung von Rio Gallegos

In Rio Gallegos sind wir 3 Nächte geblieben und haben mit einem Auto zwei Ausflüge gemacht.

Der eine war zu einem 1905 ausgebrannten Stahl Segelschiff, welches am Strand ca. 40 km außerhalb von Rio Gallegos liegt. Für den Falkland Krieg wurde das Schiff von den argentinischen Luftstreitkräften als Übungsobjekt verwendet.

Auch die Mate Tee Zeremonie durfte nicht fehlen

Der zweite Ausflug führte uns zum Cabo Virgenes. Dort ist ein Naturpark mit einer großen Kolonie von Pinguinen. Diese ist ca. 140 km von Rio Gallegos entfernt.

Davon 130 km auf Ripio

Am Cabo Virgenes beginnt auch die Ruta 40, die in Nordargentinien beim Grenzübergang nach Bolivien bei km 5040 endet. Dieser sind wir in Argentinien in vielen Abschnitten gefolgt.

Ein wirkliches Highlight sind aber die Pinguine

Überall Pinguine I
Überall Pinguine II
Überall Pinguine III

Zurück in der argentinischen Pampa und zum Atlantik

Von El Chalten radelten wir via El Calafate nach Rio Gallegos am Atlantik.

Faszinierend war die Änderung der Landschaft innerhalb von wenigen Kilometern. Von Gletscherbergen und grünen Wiesen in die argentinische Pampa.

Auch Verpflegungspunkte werden rarer. So gibt es zwischen El Chalten und El Calafate (ca 240 km) nur eine Einkehrmöglichkeit (La Leona).

Diese wussten auch schon Butch Cassidy und Sundance Kid zu schätzen.

Weiter geht’s nach El Calafate, einer Stadt mit ca. 20.000 Einwohnern und gefühlten 100.000 amerikanischen Touristen.

Nach dem Auffüllen der Vorräte geht’s weiter an den Atlantik nach Rio Gallegos. Dankenswerterweise meinte es der Wind einmal nett mit uns und schob kräftig an, so dass die 320 km in 2 Tagen abgeradelt sind.

Von O’Higgins nach El Chaitén (lustiges Border Crossing von Chile nach Argentinien)

Die Weiterfahrt nach El Chaitén in Argentinien ist eine kombinierte Schifffahrt über 2 Seen, Wanderung und Mountain Bike Tour.

Es fängt damit an, dass der Lago OHiggins überquert werden muss. Das Schiff fährt aber wegen der Wetterbedingingen nicht regelmäßig. Wir hatten Glück und konnten nach 2 Tagen weiterreisen

An anderen Ende des Sees geht es weiter zum chilenischen und nach 20km zum argentinischen Grenzposten

In Argentinien (beim Grenzposten) heißt es dann 1 ½ Tage warten, bis das Schiff kommt, das für den zweiten See benötigt wird. Danach geht es auf Schotter noch 30 km bis El Chaitén – immer mit grandiosen Ausblicken.

… es ist so beeindruckend …

Durchs argentinische Seengebiet nach Chile

Der für längere Zeit letzte Abschnitt in Argentinien führt durch das argentinische Seengebiet zur chilenischen Grenze.

Die erste Station ist Villa Pehuenia am Lago Alumine mit dem Besuch des Vulkans Volcán Batea Mahuida

Zum Vulkan geht es immer wieder durch wunderschöne Araukarienwälder

Weiter geht es über 100 km dem Rio Alumine entlang nach Junín de los Andes.

Dann zum Lago Loloc und nach San Martin de los Andes.

In San Martin de los Andes fängt die Ruta de siete Lagos an. Diese Straße führt durch 2 Nationalparks und an 7 großen Seen vorbei. Alle kristallklar und entsprechend frisch 😁🥶. Die Landschaft ist wie im Salzkammergut nur alles 10 mal so groß und 10 mal weniger besiedelt.

Wir haben dabei innerhalb von 1-2 Stunden mehr Radfahrer getroffen als die ganzen 3 Monate vorher.

Zusätzlich fährt man noch über die kontinentale Wasserscheide, wo ein Fluss durch einen Fels in 2 Teile geteilt wird. Der eine Teil des Flusses fließt in den Pazifik, der andere in den Atlantik.

Villa la Agngostura ist vorerst der letzte argentinische Ort, wo wir einen Regentag abwarten, bevor es über den Paso Cardenal Antonio Samoré ins chilenische Seengebiet geht.

Papageien 🦜 gibts noch immer

Auf geht’s zur chilenischen Grenze.

Chile ist nach guten 3 Monaten wieder erreicht.

Wir sind in Patagonien!

Von Malargüe aus geht’s immer der Ruta 40 entlang in Richtung Süden. Zuerst noch auf Asphalt – aber dann für 80 km auf „feinsten“ argentinischen Ripio. Wo Flüsse fließen, blüht das Leben, ansonsten gibt es viel Pampa.

Die Abstände zwischen größeren Orten werden länger, aber mit Google Maps und IOverlander finden wir immer nette Campingplätze.

Mit dem Überschreiten des Rio Barrancas ist die Region Patagonien erreicht.

Ins Argentinische – Chilenische Seengebiet

In Patagonien ist das nächste Ziel das argentinische – chilenische Seengebiet. Um das zu erreichen, müssen noch einige km in langsam interessanter werdender Landschaft mit patagonischen Winden durchradelt werden.

Bei Gauchito Gil wurden wir super versorgt und durften auf Grund des patagonischen Lüftchens in seiner Gaststube übernachten

Über Las Lajas geht es dann in 2 Tagen ins Seengebiet. Nur die Araukarien Bäume und die argentinische Siesta unterscheiden sich vom Salzkammergut

In den letzten Tagen erlebten wir, wie sich die Flora in 2-3 Tagen total verändern kann. Von ausgedehnter Pampa in eine beeindruckende Seenlandschaft.

Und jetzt geht es weiter durch das argentinische Seengebiet. In einer guten Woche werden wir die Grenze nach Chile überqueren.

Patagonien entgegen

Am direkten Weg von Mendoza nach Patagonien ( der Grenzfluss zur Region Patagonien ist der Rio Barrancas ) sind das noch ca. 400 km.

Aber es gibt da einige interessante Umwege, die wir nicht auslassen wollen.

So sind wir von Mendoza nicht direkt Richtung Süden gefahren, sondern haben den Umweg über ein schönes Andental und eine beeindruckende Hochebene gemacht, um direkt im Weinbaugebiet südlich von Mendoza zu landen.

In der Weinebene kurz vor Tupungato kamen wir in einen Sturm (Böen so um 80-90 km/h), den wir dann vom Hotel aus betrachteten.

Nach dem Sturm geht es am nächsten Tag durch die Weinebene südlich von Mendoza (Valle de Uco).

Radwege fangen auch hier, wie bei uns, unvermutet an.

Weiter geht es nach San Rafael, der zweitgrößten Stadt der Provinz Mendoza und von dort zu einem beeindruckenden Canyon ( Canon de Atuel) und zurück zur Ruta 40 nach Malargüe.

Ganz wichtig! Wifi gibts nahezu in jedem Lokal.

Flug der Kondore im Canon de Atuel

Kondore am Boden

Ein Monat Argentinien

Nachdem wir Mendoza hinter uns gelassen haben, ist es Zeit, einmal eine Zwischenbilanz zu ziehen

Geradelt sind wir bisher in Argentinien bis Mendoza ca. 2100 km und ca. 13.900 hm. Wir sind großteils der Ruta 40 gefolgt mit ein paar Abweichungen.

Temperaturen hatten wir von +10 bis +40 Grad.

Wind von 0 bis 100 km/h.

Argentinien selbst ist etwas gewöhnungsbedürftig. Es gibt die Siesta zwischen 13 und 17 Uhr. In dieser Zeit ist alles tot. Alle Lokale haben zu, der Großteil der Geschäfte, …. Das gesamte Leben kommt während dieser Zeit zum Stillstand.

Abendessen in den Lokalen gibt es frühestens so gegen 20 – 20:30. Das ist natürlich für hungrige Radler nicht optimal.

Die Geschäfte selbst haben am Abend dann zwischen 17 und 21(22) Uhr wieder geöffnet. Die Öffnungszeiten bestimmt aber jedes Geschäft selbst. Sonntag ist ganz speziell. Da hat nämlich alles zu – auch der Großteil der Lokale. Man muss also immer genügend Essreserven mitführen, um nicht zu hungern …. Haha 😀.

Unabhängig davon gibt es jeden Tag nette und lustige Begegnungen. Die Leute sind total nett und hilfsbereit. Des Öfteren wird vom Auto aus auch gefragt, ob alles in Ordnung sei und wir genug Wasser haben….

Zurück auf der Ruta 40 nach Mendoza

In San José de Jachal trafen wir wieder auf die Ruta 40. Von da sind es nur mehr flache 350km nach Mendoza.

Es gab nur 2 Hindernisse – die Hitze und den Wind. Wenn der Wind aus Norden kommt (=Rückenwind) bedeutet das, dass es extrem heiß wird. Wir hatten 39 Grad im Schatten. Der kühle Wind kommt aus dem Süden (Gegenwind), aber meistens in Sturmstärke.

Es gibt nette Erlebnisse in den Orten und ansonsten ist viel Horizont fahren angesagt.

Hier gab es einmal eine Eisenbahn

Nette Gespräche in einem Café in Media Agua